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Liebe Leser*innen,

in Wolfenbüttel wird es nun offiziell winterlich – heute hat die kalte Jahreszeit begonnen. Dennoch haben wir wie gewohnt eine Auswahl an Neuigkeiten aus der HAB für Sie zusammengestellt.

Der November-Newsletter konnte aus technischen Gründen nicht versendet werden. Die wichtigsten Inhalte finden Sie daher im Anschluss an diese Ausgabe. Viel Freude beim Lesen. 

Ihr Team der HAB-Pressestelle

Radierung und Kupferstich von Gottlieb Böttger d.Ä. (1804): Schlittschuhlaufende Jungen. Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Veranstaltungen im Dezember

Vortrag
: Die welfische Residenzstadt Wolfenbüttel – Vortrag von Dieter Kertscher in der Reihe „Freunde referieren für Freunde“ der Gesellschaft der Freunde der Herzog August Bibliothek.
1. Dezember 2025 More...

Führung: Dienstagabendführung durch das Zeughaus.
2. Dezember 2025 More...

Workshop: Dinggeschichte digital – Workshop unter der Leitung von Elizabeth Harding und Daniela Wagner.
4. Dezember – 5. Dezember 2025 More...

Lesung: Gesang ist Dasein – Texte von und zu Rainer Maria Rilke anlässlich des 150. Geburtstags. Kommentierte Lesung mit Kathrin Reinhardt und Helmut Berthold.
4. Dezember 2025 More...

Lesung: Ins Dunkel – Lesung mit Angela Steidele. Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde der Herzog August Bibliothek in Kooperation mit der Buchhandlung Behr.
8. Dezember 2025 More...

Vortrag & Diskussion: 4. Wolfenbütteler Begegnungen – „Niemand darf so reich werden wie Elon Musk“ mit Autor Christian Felber.
11. Dezember 2025 More...

Jahresausklang mit Musik: Abend der Begegnung 2025. Gesellschaft der Freunde der Herzog August Bibliothek.
12. Dezember 2025 More...


HAB gehört meets HAB gelesen: Nora Schramm liest aus „Hohle Räume“

In „Hohle Räume“ kehrt Helene, eine Künstlerin in den Dreißigern, ins elterliche Haus zurück – Anlass ist die anstehende Scheidung ihrer Eltern. Was als Besuch in vertrauter Umgebung beginnt, entwickelt sich zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Mutter, Vater und dem, was den Namen „Zuhause“ trägt.

Mit feinem Humor und präziser Beobachtung zeichnet Schramm das vielschichtige Porträt einer Familie, die sich neu definieren muss. Die Lesung fand am 23. Oktober 2025 im Gartensaal des Lessinghauses statt. Mehr...

Erwerbung der Schachspielsammlung aus dem Nachlass des Verlegers und Schachgroßmeisters Lothar Schmid

Aus dem Nachlass des Verlegers und Schachgroßmeisters Lothar Schmid (1928–2013) konnte die HAB 140 seltene Drucke des 15. bis 18. Jahrhunderts erwerben. Schmid sammelte über Jahrzehnte im großem Umfang Bücher, Handschriften und Grafiken aus dem Themenbereich Schach und brachte die größte private Schachsammlung weltweit zusammen. Dabei folgte er sowohl einem antiquarischen Interesse als auch dem Ziel, seine eigenen Spielstrategien zu verbessern. Er errang mehrere nationale und internationale Titel, neben anderen Auszeichnungen wurde ihm der Titel „Schachschiedsrichter des Jahrhunderts“ verliehen. Berühmt ist besonders sein Einsatz beim Weltmeisterschaftsspiel zwischen Bobby Fischer und Boris Spasski 1972 in Reykjavik. Die jetzt erworbenen Stücke umfassen vor allem Schachdichtungen der Renaissance sowie englische, französische und italienische Anleitungsliteratur zum Schach und zu ähnlichen Spielen.
Kupferstich: Eduard, Prinz von Beaujeu, beim Schachspiel mit einer Tochter der Familie La Bessée. Pierre Louvet: Mémoires contenant ce qu'il y a de plus remarquable dans Villefranche. Villefranche: Antoine Baudrand, 1671. (© HAB)
HAB gehört: Vom Bierbrauen bis zum Fechten. Bücher, die zeigen, wie man's macht.
Frühneuzeitliche „How-to-Bücher“ waren im 16. Jahrhundert für verschiedenste Menschen von unschätzbarem Wert: Sie lieferten Anleitungen, wie man Heilmittel herstellt, Metalle bearbeitet, Farben mischt oder Bier braut – Wissen, das heute in einem YouTube Tutorial oder Online-Forum abrufbar wäre. Im Gespräch: Alina Lange und Stefan Laube vom Projekt „Take me and make it happen“, das frühneuzeitliche Anleitungen aus der Ferguson Collection (University of Glasgow) und der Herzog August Bibliothek untersucht. Mehr...
Neuerscheinungen aus der Herzog August Bibliothek
Die sogenannte Rotunde war mehr als nur die architektonische Hülle einer der größten europäischen Büchersammlungen der Frühen Neuzeit. Die außergewöhnliche Form des 1711 fertiggestellten Gebäudes faszinierte schon die Zeitgossen und gab der Nachwelt manche Rätsel auf. Die Beiträge dieses Bandes betrachten das Oval der Bücher aus unterschiedlichen Blickwinkeln und zeichnen ein facettenreiches Bild – von der raffinierten Geometrie des Entwurfs und der Frage nach dem Erfinder über ihre zeitgenössische Wahrnehmung bis zum Abriss der Rotunde im Jahr 1887 und ihrem langen Nachleben.
Die Rengerischen Staaten (1704–1718), eine Serie von 80 Staatsbeschreibungen aus Halle (Saale), bilden ein in seinem Umfang einzigartiges staaten- kundliches Kompendium. Es wird hier erstmals monographisch behandelt, und zwar als Fallstudie, welche musterhaft die epistemischen, publizistischen und politischen Probleme aufzeigt, die sich aus der Globalisierung des politischen Wissens in der frühen Neuzeit ergaben. Hatte die Reihe zunächst nur europäische Gemeinwesen dar- gestellt, so griff sie später auf Asien, Afrika und Amerika aus.
Daraus erwuchs eine grundlegende epistemische Spannung zwischen der behaupteten universellen Strukturähnlichkeit monarchischer Herrschaft einerseits und der wahrnehmbaren kulturellen Alterität der außer-europäischen Reiche und Länder andererseits. Die Reihe begegnete diesem Dilemma etwa mit einer Politisierung kultureller Differenzen, freilich ohne zahlreiche Inkohärenzen und blinde Flecken vermeiden zu können. Diese wurden jedoch von dem seriellen und kompilatorischen Zuschnitt dieser globalen Staatenkunde verdeckt, die einen großen kommerziellen Erfolg erlebte. Zu den Publikationen
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